Warum Wärmerückgewinnung so wichtig ist
Ohne Wärmerückgewinnung muss die Zuluft von der Außenlufttemperatur (z. B. −10 °C im Winter) auf die Raumtemperatur (20 °C) erwärmt werden – eine Temperaturdifferenz von 30 K. Bei einem Luftwechsel von 2 h⁻¹ in einem Bürogebäude bedeutet das enorme Lüftungswärmeverluste: typisch 60–80 kWh/(m²·a) allein durch die Lüftung.
Mit einer Wärmerückgewinnung wird 70–90 % dieser Wärme aus der Abluft zurückgewonnen und der Zuluft zugeführt. Die Zuluft muss dann nur noch von z. B. 17 °C (nach WRG bei η = 0,9) auf 20 °C nacherwärmt werden – der Lüftungswärmeverlust sinkt auf 10–20 % des ursprünglichen Wertes.
In der DIN-V-18599-Bilanzierung wird der WRG-Wirkungsgrad als εWRG (temperaturbasiert) und εF,WRG (feuchtebasiert) angesetzt. Er ist einer der einflussreichsten Parameter im Bilanzansatz für Lüftungswärmeverluste.