Was sind RLT-Anlagen und wann kommen sie zum Einsatz?
Raumlufttechnische Anlagen (RLT-Anlagen) sind Zentralluftanlagen, die die geförderte Luft nicht nur transportieren, sondern aktiv aufbereiten: Heizen, Kühlen, Befeuchten, Entfeuchten und Filtern. Sie kommen in Nichtwohngebäuden (NWG) ab einer bestimmten Raumgröße oder Nutzungsanforderung zum Einsatz – Büros, Hotels, Krankenhäuser, Schulen, Produktionsstätten.
Im Unterschied zu einfachen Lüftungsanlagen bilanziert DIN V 18599 den Energiebedarf von RLT-Anlagen in mehreren Teilberechnungen: Teil 3 erfasst den Nutzenergiebedarf für thermische Luftaufbereitung, Teil 7 ermittelt den Endenergiebedarf der Kälteerzeugung und den Strombedarf der Ventilatoren. Hilfsenergien (Pumpen, Befeuchtung) werden gesondert ausgewiesen.
Seit der ErP-Richtlinie müssen neue RLT-Aggregate mit mehr als 1.000 m³/h Nennluftmenge einen SEC-Wert (Specific Energy Consumption) nachweisen und eine Energieeffizienzklasse erfüllen. Diese Anforderungen sind bei der Auslegung und beim Ersatz von Bestandsanlagen zu beachten.