Lüftung als Bilanzgröße in der Energieberechnung
In der Energiebilanz nach DIN V 18599 werden Lüftungswärmeverluste monatlich ermittelt. Grundlage ist die Luftwechselrate n [h⁻¹], die – multipliziert mit dem Zonenvolumen, der Luftdichte und der spezifischen Wärmekapazität – den Wärmeverlustkoeffizienten durch Lüftung ergibt. Je niedriger die Luftwechselrate und je höher der Wärmerückgewinnungsgrad, desto geringer fällt der Lüftungswärmeverlust aus.
Gleichzeitig erfordert jede Nutzungsart einen Mindest-Außenluftvolumenstrom nach DIN EN 16798-1, der nicht unterschritten werden darf. Planung und Bilanzierung müssen hygienische Mindestanforderungen und energetische Obergrenzen gleichermaßen berücksichtigen.
Für Nichtwohngebäude ist neben dem Heizwärmebedarf der Strombedarf der Ventilatoren (SFP) ein wesentlicher Bilanzposten. Mit dem Primärenergiefaktor für Strom (fP = 1,8) geht er überproportional in den Primärenergiebedarf ein – SFP-Optimierung wirkt sich daher stark im Energieausweis aus.