U-Wert-Aufnahme, Thermographie, Wärmebrückenanalyse und Dämmeinsparpotenziale für Außenwand, Dach, Bodenplatte, Fenster und Türen — systematisch nach DIN EN 16247.
Die Gebäudehülle umfasst alle Bauteile, die beheizte von unbeheizten Bereichen oder vom Außenklima trennen. Gemäß DIN EN 16247-2 sind alle thermisch relevanten Flächen vollständig aufzunehmen und in die Energiebilanz einzubeziehen.
Die Qualität der Hülle bestimmt maßgeblich den Transmissionswärmeverlust HT [W/K] und damit den gesamten Heizwärmebedarf eines Gebäudes. Schon moderate Verbesserungen an einzelnen Bauteilen können die Heizenergie eines Altbaus um 20–40 % senken.
Beim Audit werden Flächenmaße, Bauteilaufbau, U-Wert, Baujahr und Zustand für jedes Bauteil dokumentiert. Fehlende Angaben werden durch Baupläne, Literaturwerte oder Bauteilöffnungen ergänzt.
Typische Werte für Außenwände im deutschen Gebäudebestand — Grundlage für die erste Einschätzung beim Vor-Ort-Termin
Der Uw-Wert setzt sich aus Verglasung (Ug) und Rahmen (Uf) zusammen — beide Anteile werden im Audit erfasst
Drei methodische Wege — je nach Datenlage und erforderlicher Genauigkeit
Der spezifische Transmissionswärmeverlustkoeffizient HT [W/K] fasst alle Verluste durch die Gebäudehülle zusammen. Je niedriger HT, desto weniger Heizleistung wird pro Kelvin Temperaturdifferenz benötigt. Im Energieaudit ist HT die zentrale Kenngröße der Hüllenqualität — sie fliesst direkt in den berechneten Jahresheizwärmebedarf ein.
Wärmebrücken erhöhen die effektiven Wärmedurchgangskoeffizienten der gesamten Hülle. In der Praxis werden sie entweder pauschal oder durch detaillierte Berechnung nach ISO 10211 berücksichtigt.
Der Pauschalzuschlag ΔUwb = 0,10 W/(m²K) gilt für typisch unsanierte Altbauten ohne Wärmebrückennachweis. Mit einem detaillierten Nachweis lässt sich dieser Wert auf 0,03 W/(m²K) reduzieren — das entspricht einer Verbesserung des berechneten Energiebedarfs um bis zu 25 %.
Typische Wärmebrücken-Schwachstellen im Altbau: auskragende Balkonplatten, Rollladenkästen, Heizkörpernischen, Deckenanschlüsse an Außenwände, Fenstersturze und Schwellen. Im Energieaudit werden diese Stellen fotografisch dokumentiert.
Typische Kennwerte für die häufigsten Hüllenmaßnahmen — Grundlage für Empfehlungen im Auditbericht
Beide Kennwerte sind energetisch relevant — im Audit werden sie getrennt nach Fassadenorientierung ausgewertet
Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um U-Werte, Thermographie und Dämmung im Energieaudit